Die grund_schule der künste* ist ein Bildungsort unter dem Dach der Universität der Künste Berlin und damit ein besonderer Baustein des Berliner Grundschullehramtsstudiums. Darüber hinaus ermöglicht die grund_schule der künste Kindern, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, an der Welt der Künste teilzuhaben. Die Künste sind in diesem Zusammenhang als ein unverzichtbarer Kern der grundlegenden Bildung zu verstehen. Neben ihrem Eigensinn und –wert fördern und fordern die Künste Imaginationsfähigkeit und Fantasie und damit individuelle Lern- und Bildungskompetenz. In diesem Sinne erforschen in der grundschule der künste Studierende wie Lehrende gemeinsam mit Kindern und ihren Lehrerinnen und Lehrern, wie Bildung durch die Künste gelingen kann.

Hier finden Sie die Seminare für das aktuelle Semester: KVV Sommer 2016 Kunstdidaktik GS MÄERZ

Zwischen Kind und Kunst – Ohne ästhetische Bildung ist kulturelle Bildung sinn-los



Rede von Kulturstaatsministerin Monika Grütters anlässlich der Einweihung der „grund_schule der künste“ der Universität der Künste
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Oper remixed – Eine transkulturelle Begegnung zwischen Kunst und Bildung

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Vom 29. April bis zum 3. Mai trafen Studierende der UdK Berlin und der Seinan Gakuin Universität Fukuoka, Japan zu einem transkulturellen Austausch zusammen, bei dem es eine spannende Verschränkung des Ansatzes ästhetischer und künstlerischer Bildung der grund_schule der künste mit der Methode der Szenischen Interpretation gab. Ausgangspunkt war die Oper Madama Butterfly, in der Giacomo Puccini das Bild Japans im Europa des ausgehenden 19. Jahrhunderts verarbeitet hat. Unter Leitung von Conrad Rodenberg (grund_schule der künste, UdK), Reiner O. Brinkmann, Tobias Daniel Reiser, Aya Wilde (Junge Staatsoper Berlin) und Hitoshi Watanabe (Seinan Gakuin Universität) fand eine intensive Auseinandersetzung mit dem Opernstoff sowie ein inter- und transkultureller japanisch-deutscher Dialog statt, bei dem die Beschäftigung mit pädagogischen Haltungen und Herangehensweisen an Bildungsprozesse in den Fokus rückte.

Bei einem Workshop in der Staatsoper lernten die Studierenden durch die Szenische Interpretation die Handlung und Charaktere von Madama Butterfly ‘von innen’ kennen. Die Kunstform Oper, die den meisten mehr oder weniger fremd war, diente als Reibungsfläche, an der gegenseitige Klischees szenisch und künstlerisch verarbeitet wurden, um zu einem dezidierteren Bild zu gelangen. In den Räumen der grund_schule der künste wurden anschließend gemeinsam ästhetische Handlungsimpulse erarbeitet, die von Schüler_innen der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule erlebt und erprobt werden konnten. Die japanischen und deutschen Studierenden verbanden Tanz, Performance, Schattenspiel, Origami, Kaligraphie, Musik sowie Dichtung und japanische Teezeremonie zu verschiedenen interdisziplinären Erfahrungsräumen, welche die Schüler_innen zu individuellem Experiment und Ausdruck einluden. Besonders war hierbei für alle Beteiligten die reichhaltigen Möglichkeiten, sich über die Künste und jenseits von etwaigen Sprachbarrieren zu verständigen.

Den Abschluss des Projektes bildete der gemeinsame Besuch einer 25 Jahre alten Inszenierung von Madama Butterfly in der Staatsoper, bei dem Schüler_innen, Studierende und Dozent_innen mit sensiblem Sinn für das Inter- und Transkulturelle sowie eigenen ästhetisch-künstlerischen Perspektiven Zugänge zum Stoff der Oper finden konnten.

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The Art of Music Education 2016

Die grund_schule der künste stellt am 4.02.2016 in der Elbphilharmonie ihren Kooperationsansatz, der Trias von Hochschule, Schule und Kulturinstitution, als Best-Practise-Beispiel neben der Carnegie Hall (New York) zur Diskussion.

Pressestimmen

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Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Artist-in-Residence an Grundschulen

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Die Stiftung Brandenburger Tor startet in Kooperation mit der grund_schule der künste der UdK Berlin ein Programm zur künstlerischen Förderung von Kindern.

Das Programm Max – Artists in Residence an Grundschulen ist ein Projekt der Stiftung Brandenburger Tor und der grund_schule der künste der UdK Berlin, das  nicht nur Impulse für den Kunstunterricht setzen sondern Kinder darüber hinaus im Schulalltag umfassend künstlerisch fördern will.

In diesem Zusammenhang werden zukünftig bis zu sechs Künstlerinnen und Künstler in Berliner Grundschulen „einziehen“. In ihren Ateliers in den Schulen ermöglichen sie Kindern eine Vielfalt an Kunst-Begegnungen und Gelegenheiten für eigene künstlerische Projekte. Beraten werden sie von Seiten der grund_schule der künste von Nick Ash. Auf die abschließende gemeinsame Ausstellung dürfen wir gespannt sein.

An der UdK Berlin hat Frau Prof. Winderlich die wissenschaftliche Projektleitung inne. Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Evelyn May werden die ästhetischen und künstlerischen Bildungsprozesse qualitativ-empirisch beschrieben und für die Weiterentwicklung des Programms sowie die künstlerische Lehrkräftebildung produktiv gemacht.