Im Rahmen der grund_schule der künste findet sowohl Praxisforschung als auch wissenschaftliche Forschung statt.

Die Praxisforschung ist dabei auf den individuellen Einzelfall bezogen und bindet die beteiligten Lehrer_innen als Experten für das Feld Kunst, Bildung und Schule ein. Im Mittelpunkt stehen dabei zum Beispiel folgenden Fragen: Wie können Schulen ihr ästhetisches und künstlerisches Bildungsprofil stärken? Auf welche Weise können die Fachlehrer_innen für die Fächer Kunst, Musik, Darstellendes Spiel und Tanz dabei in die Entwicklung von Schulkultur eingebunden werden? Wie können Kooperationen zwischen Schulen und Kulturinstitutionen unter Einbindung der Fachlehrer_innen gestärkt und nachhaltig gefördert werden?

Die wissenschaftliche Forschung ist im Kontext der Kindheitsforschung angesiedelt und richtet ihren Blick auf die ästhetische Selbstbildung von Kindern. Ausgangspunkt sind Fragen, die sich mit den individuellen Weltzugängen von Kindern beschäftigen, wie zum Beispiel Fragen, die sich auf die Entwicklung individueller Bildsprache beziehen oder auf die verstehenden Zugänge zu den Künsten.

grundschulekunstbildung

Stottern – Audio-Beitrag, Band 5 unserer Schriftenreihe

Mit Kindern zu arbeiten und Künstlerin zu bleiben, ohne ins Stottern zu geraten, ist das Thema des Beitrags von Vivienne Appelius im 5. Band unserer Schriftenreihe “grund_schule kunst bildung” (Athena Verlag). Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen im Praxissemester hat sie ihren alten Kassettenrecorder besprochen und dabei Ideen gefunden, wie Sprache und Kunst zusammenkommen können.

Hier finden Sie den Audio-Beitrag auf unserer Seite bei Voice Republica:
“Stottern” von Vivienne Appelius

 

grundschulekunstbildung

Kinderzeichnungsforschung: Methodenentwicklung

Nick Ash und Conrad Rodenberg entwickelten eine Methode im Kontext der Kinderzeichnungsforschung, bei der das Nachspüren und Aufzeigen der Zeichnung eine zentrale Rolle spielt. Das methodische Vorgehen verläuft
Strich für Strich in einem zeitintensiven Prozess, bei dem die Erhebung der zeichnerischen Details sowie der Spezifika der Zeichnung im Mittelpunkt stehen. Sich auf diese Weise “ein Bild von der Zeichnung zu machen” intendiert die individuelle Äußerung zu durchdringen und zu verstehen.

Entstehung Animation Kinderzeichnung

Zur Anschauung hier eine zeitlich geraffte Fassung des Prozesses, bei der sich die Zeichnung über 32 Sekunden entfaltet:

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Artist-in-Residence an Grundschulen

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Die Stiftung Brandenburger Tor startet in Kooperation mit der grund_schule der künste der UdK Berlin ein Programm zur künstlerischen Förderung von Kindern.

Das Programm Max – Artists in Residence an Grundschulen ist ein Projekt der Stiftung Brandenburger Tor und der grund_schule der künste der UdK Berlin, das  nicht nur Impulse für den Kunstunterricht setzen sondern Kinder darüber hinaus im Schulalltag umfassend künstlerisch fördern will.

In diesem Zusammenhang werden zukünftig bis zu sechs Künstlerinnen und Künstler in Berliner Grundschulen „einziehen“. In ihren Ateliers in den Schulen ermöglichen sie Kindern eine Vielfalt an Kunst-Begegnungen und Gelegenheiten für eigene künstlerische Projekte. Beraten werden sie von Seiten der grund_schule der künste von Nick Ash. Auf die abschließende gemeinsame Ausstellung dürfen wir gespannt sein.

An der UdK Berlin hat Frau Prof. Winderlich die wissenschaftliche Projektleitung inne. Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Evelyn May werden die ästhetischen und künstlerischen Bildungsprozesse qualitativ-empirisch beschrieben und für die Weiterentwicklung des Programms sowie die künstlerische Lehrkräftebildung produktiv gemacht.

Annika Vogt

Kooperation Kulturinstitution: Inszenierungsformate

Annika Vogt ist in der grund_schule der künste als Lehrkraft für besondere Aufgaben tätig. Ihr Lehr- und Forschungsschwerpunkt ist das Zeitgenössische Theater und die Performance. Ihre Seminare und Forschungsprojekte beschäftigen sich mit Ästhetischen Bildungsprozessen aus der Perspektive theatraler und performativer Verfahren. Dabei untersucht sie Konzepte des Körpers, der Zeit, des Raums und des Materials auf ihren ästhetischen Bildungsgehalt hin. Besonderes Interesse liegt im Spiel mit Fiktion und Wirklichkeit, der Körpererfahrung, in biografischen und fiktionalen Erzähltechniken sowie Dingen, die über ihre funktionale Bedeutung hinaus betrachtet werden.

Theoretische Anlehnung findet sich in ihrer Lehre und Forschung in Ansätzen der Theorie der Performativität, des Embodiments sowie der phänomenologischen Bildungsforschung.

Sie entwickelte für die grund_schule der künste ein Forschungs-und Inszenierungsformat, das mit verschiedenen Kooperationskulturinstitutionen (Staatsoper, Philharmonie) umgesetzt wird. Dabei werden performative Verfahren als Forschungsstrategien eingesetzt und die Ergebnisse inszeniert.

Aktuelle Fragestellungen:

Wie können performative Verfahren ästhetische Bildungsprozesse in der Schule initiieren?

Wie kann die Suche nach theatralen Ausdrucksformen von Selbstbildung gestaltet werden, so dass das Kind mit seiner Perspektive und Fragestellungen im Mittelpunkt steht?

Welche Rolle spielt der Körper beim Anbahnen und Unterstützen von Ästhetischen Bildungsprozessen?

Welchen Bildungsgehalt haben Dinge, wenn man sie aus einer performativen Perspektive aus betrachtet?

Welchen Zugang bieten Schwellenerfahrungen als eine performative Dimension ästhetischer Erfahrung zu Museen?

Nick Ash

Forschungsprojekt

CURATING AESTHETIC SELF LEARNING – AN ETHNOGRAPHICAL STUDY ON SPATIAL AND MATERIAL INTERVENTIONS IN ARTS EDUCATION

Developments in our knowledge of how the arts and specifically the practice of art making can trigger aesthetic self learning processes in children have led to a reassessment of what form an art class can and should take on. When a child is able to productively self learn and explore individual areas of interest, then what role should the teacher have? Are we to leave the children to their own devices and restrict our interventions to maintaining order? Or should teachers try to develop ways in engaging with the children’s explorative processes? At the Universität der Künste Berlin an art studio has been created within the grund_schule der künste to explore these questions.

Today, only the boundaries of the imagination and the law of the land place any kind of restrictions on what can become art. The act of choosing has become the overriding artistic form of expression in contemporary art that is pivotal to how exhibitions are conceived today and particularly evident in installations where individual objects are seen as parts of a whole. Choosing what to place where in a space was traditionally the domain of the curator. The merging definition of the artist and the curator can help explore how art classes can be reconceptualized. The principle agents a teacher can use in an art class are material, the classroom space itself and language (spoken, written and body language) which are in fact the same agents the artist and curator use in an exhibition. The studio at the grund_schule der künste has taken on the role of a laboratory where it will be possible to observe the effects highly individual and diverse approaches to spatial and material interventions can have on the art making processes of children. Every semester we will invite an artist to share the studio with a group of children, both the artist and the children are invited to work on each other’s spacial and material interventions, whereby the artist and the children are the joint authors of the work and during the process have both entered into a spatial and material dialog that is manifested in the final installation.

The research therefore aims to look at how the role of the art teacher can develop into that of a curator working together with the children by supporting their self learning activities with spatial, material and conceptual interventions.