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Als Künstlerin in der Grundschule

Die grund_schule der künste fordert einen künstlerischen Kunstunterricht für Grundschulen.

Entsprechend hat die grund_schule der künste  ein Artist-in-Residence-Programm ins Leben gerufen, das wegweisende Impulse für ein Stiftungsprogramm gegeben hat.

Hören Sie hier die Erfahrungen der Künstlerin Merle Richter:

Deutschlandfunk Kultur, Studio 9

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Was fehlt den Lehrwerken für die Deutsche Sprache?

Am 24. April 2018 sprach Anja Herzog vom Kulturradio rbb mit Kirsten Winderlich über MEIN BUCH – das neue Sprachbildungsbuch für Kinder.

 

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Kick Off für MEIN BUCH – Das Sprachbildungsbuch

MEIN BUCH ist ein Buch, das Kindern über Bilder Geschichten erzählt und dabei anregt die Geschichten weiterzuerzählen und zu -zeichnen. Es handelt sich also um ein Buchobjekt, in das Kinder schreiben zeichnen und malen können – und das auf diese Weise zu IHREM BUCH wird.

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Am 27. April waren rund 250 Kinder zu Gast in der grund_schule der künste, um das Sprachbildungsbuch in feierlichem Rahmen entgegenzunehmen.

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Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie stellt MEIN BUCH 12.000 Kindern kostenlos zur Verfügung.

http://bilderbuchkunst.de/portfolio/mein-buch-dein-buch/

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Fotos von Cindy Wimmer

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Kick-Off-Veranstaltung zu »MEIN BUCH«

MEIN BUCH, das Sprachbildungsbuch für Kinder, ist ein Schreib-, Mal- und Zeichenbuch, das die grund_schule der künste gemeinsam mit vielen Kindern und in Kooperation mit dem Wamiki Verlag entwickelt und realisiert hat. Gefördert von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wird das BUCH, das über Bilder anregt ins Erzählen und Schreiben zu kommen, 12.000 Kindern kostenlos zur Verfügung gestellt. Am Donnerstag, den 26. April um 11 bis 13 Uhr, erhalten Lehrkräfte Informationen und Einblick in das innovative Projekt ästhetisch-künstlerischer Sprachbildung.

Am Freitag, den 27. April, stehen die Türen der Grundschule der Künste für eine feierliche Übergabe der Bücher an Schulklassen zwischen 9 und 13 Uhr offen.

Zu beiden Terminen sind Schulklassen Berliner Grundschulen sowie pädagogische Fachkräfte und Schulberaterinnen und Schulberater herzlich eingeladen.

Ort:
Raum 9 der grund_schule der künste,
Universität der Künste Berlin
Bundesallee 1-12
10719 Berlin (Nähe U9: Spichernstraße)

Bitte schicken Sie uns eine E-mail mit Ihrer Anmeldung bis zum 20. April an: grundschulekunstbildung@udk-berlin.de

Wir freuen uns auf Sie!
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Lange Nacht der Wissenschaft

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Lange Nacht der Wissenschaft – Buch Workout geschafft!

Auf der Bühne in der Bibliothek der TU und UdK wurde zur Langen Nacht der Wissenschaft gemeinsam mit Kindern an einem Sprachbuch gearbeitet. Das fertige Buch soll durch Bilder Sprache hervorlocken und dadurch die Entstehung neuer Bilder anregen.

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Max – Artists in Residence an Grundschulen Künstlerateliers in Schulen – Einladung zur Abschlusspräsentation

Max – Artists in Residence an Grundschulen ist ein Programm der Stiftung Brandenburger Tor in Kooperation mit der grund_schule der künste der Universität der Künste Berlin.

Das deutschlandweit einzigartige Programm bringt Künstlerinnen und Künstler mit Schulen zusammen und erprobt, wie neue Zugangsweisen für ästhetische Bildung von Schülerinnen und Schüler geschaffen werden können. Künstler errichten für ein Jahr ihr Atelier in Grundschulen und arbeiten dort an eigenen künstlerischen Projekten. Kinder wie Lehrkräfte haben Gelegenheit, die Ateliers zu besuchen und selbst künstlerisch tätig zu werden. Die Beteiligung und Einbindung der Lehrerinnen und Lehrer zielt auch auf die Entwicklung der Schulkultur. Der Zugang zu künstlerischer und kultureller Bildung soll so als grundlegender Bestandteil einer hochwertigen Bildung ermöglicht werden.

In Berlin nehmen fünf und in Brandenburg zwei Grundschulen an dem Programm teil. Max – Artists in Residence an Grundschulen wird von der Robert Bosch Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.

Am 27. Juni 2017 bietet sich die Gelegenheit, in der Johann-Peter-Hebel-Schule in Berlin-Wilmersdorf die Arbeiten der Künstlerin Merle Richter und der Schülerinnen und Schüler kennen zu lernen. Ab 12:40 Uhr werden die Ergebnisse des vergangenen Jahres in Anwesenheit der Programmverantwortlichen und der Schulleitung präsentiert; zu diesem Abschluss der einjährigen Residenz möchten wir Sie herzlich einladen.

Für Merle Richter geht es in diesem Atelier darum, dass die Schüler entsprechend ihrer Interessen und Neigungen ihre eigenen Ideen entwickeln und künstlerisch umsetzen. Möglichst ohne gestalterische und inhaltliche Vorgaben begleitet die Künstlerin den Arbeitsprozess der Schüler durch Fragen, die zur Reflexion anregen oder durch kleine Hilfestellungen praktisch- technischer Art.
Neben der dokumentarischen Beobachtung einer heranwachsenden Ameisenkolonie beschäftigt sich Merle Richter, in einem recherche-basierten Arbeitsansatz, mit Fragen um das kulturell-technologische “Geprägt-sein” von Perspektive und Wahrnehmung.

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Merle Richter mit Schülern, Foto: Nick Ash

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, bitte melden Sie sich daher bis zum 26. Juni unter
presse@stiftungbrandenburgertor.de an.

Stiftung Brandenburger Tor
Als Kulturstiftung der Berliner Sparkasse ist die Stiftung Brandenburger Tor in den Bereichen Künste, Bildung und Wissenschaft tätig. Sie versteht sich als Kulturstiftung in einem Künstlerhaus, im wieder aufgebauten Haus von Max Liebermann am Pariser Platz. Max Liebermann, der große deutsche Maler, gibt dem Programm seinen Namen. In der Zusammenführung von Künsten, Bildung und Wissenschaft spiegelt sich das Ziel der Stiftungsarbeit wider, die Kenntnis von und die Kompetenz zur Kultur in ihrem ganz umfänglichen Sinne zu fördern.

grund_schule der künste der UdK Berlin
Die grund_schule der künste ist ein Bildungsraum unter dem Dach der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin). In der grund_schule der künste erforschen Studierende wie Lehrende gemeinsam mit Kindern und ihren Lehrern, wie Bildung durch die Künste gelingen kann. Die grund_schule der künste der UdK Berlin gab über ihr Labor „Artist-in-Residence“ den Anstoß für das Projekt und übernimmt im Rahmen des Projektes die Beratung der Künstlerinnen und Künstler sowie die wissenschaftliche Konzeption und Begleitung des Programms unter der Leitung von Prof. Dr. Kirsten Winderlich.

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Buchmalaktion auf großer Bühne – Lange Nacht der Wissenschaft

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Wenn aus Buchstaben Bilder werden … Dann lernt ein Buch laufen und überholt alle Schulbücher, die Du jemals hattest!

Neugierig? Dann mach mit und komm zu uns auf die Bühne in der Bibliothek. Wir wollen ein Sprachbuch entwickeln, das zum Sprechen bringt und dabei Bilder hervorlockt, ein Buch, das Dein Buch wird – und: in Deiner Hosentasche Platz findet …

Am 24. Juni von 17 bis 18.30 Uhr in der Universitätsbibliothek im Volkswagen-Haus, Berlin-Charlottenburg, Fasanenstr. 88, 10623 Berlin.

Möglicherweise kennen Deine Lehrer schon unser allerneuestes Buch “Bilder bilden“, das Prof. Dr. Kirsten Winderlich, Leiterin der grund_schule der künste, für die Arbeit in Willkommensklassen geschrieben hat.

Diese Veranstaltung flankiert das Programm für die Lange Nacht der Wissenschaften im Bibliotheksgebäude der TU und der UdK Berlin.

Info
Conrad Rodenberg
conrad.rodenberg@gmx.de

Eintritt
14 Euro erm. 9 Euro
Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt;
Familienticket: 27,00 €

Infoseite der UdK

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Bühnenraumgestaltung

Der Bühnenraum für ein Konzertprojekt des Mädchenchors der Singakademie wurde von Nick Ash und Conrad Rodenberg (grund_schule der künste) gemeinsam mit Studierenden gestaltet. Ausgangspunkt ihres Konzeptes waren dabei Zeichnungen von Kindern mit vielfältigen kulturellen und sprachlichen Hintergründen, die sie mittels farbigen Tapes sowie einer Verschiebung des Maßstabs von 1 zu 100 in den Raum übertragen haben. Die durch diese Transformation bewirkte Abstrahierung der Kinderzeichnungen wird am Kopf des Saales durch eine das Konzert stetig begleitende Animation eines ausgewählten komplexen Zeichenprozesses gesteigert. Der Bühnenraum sensibilisiert so die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Kinderzeichnung als Ausdruck inneren Erlebens und Fühlens und tritt auf diese Weise in einen Austausch mit dem Konzert.

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Oper remixed – Eine transkulturelle Begegnung zwischen Kunst und Bildung

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Vom 29. April bis zum 3. Mai trafen Studierende der UdK Berlin und der Seinan Gakuin Universität Fukuoka, Japan zu einem transkulturellen Austausch zusammen, bei dem es eine spannende Verschränkung des Ansatzes ästhetischer und künstlerischer Bildung der grund_schule der künste mit der Methode der Szenischen Interpretation gab. Ausgangspunkt war die Oper Madama Butterfly, in der Giacomo Puccini das Bild Japans im Europa des ausgehenden 19. Jahrhunderts verarbeitet hat. Unter Leitung von Conrad Rodenberg (grund_schule der künste, UdK), Reiner O. Brinkmann, Tobias Daniel Reiser, Aya Wilde (Junge Staatsoper Berlin) und Hitoshi Watanabe (Seinan Gakuin Universität) fand eine intensive Auseinandersetzung mit dem Opernstoff sowie ein inter- und transkultureller japanisch-deutscher Dialog statt, bei dem die Beschäftigung mit pädagogischen Haltungen und Herangehensweisen an Bildungsprozesse in den Fokus rückte.

Bei einem Workshop in der Staatsoper lernten die Studierenden durch die Szenische Interpretation die Handlung und Charaktere von Madama Butterfly ‘von innen’ kennen. Die Kunstform Oper, die den meisten mehr oder weniger fremd war, diente als Reibungsfläche, an der gegenseitige Klischees szenisch und künstlerisch verarbeitet wurden, um zu einem dezidierteren Bild zu gelangen. In den Räumen der grund_schule der künste wurden anschließend gemeinsam ästhetische Handlungsimpulse erarbeitet, die von Schüler_innen der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule erlebt und erprobt werden konnten. Die japanischen und deutschen Studierenden verbanden Tanz, Performance, Schattenspiel, Origami, Kaligraphie, Musik sowie Dichtung und japanische Teezeremonie zu verschiedenen interdisziplinären Erfahrungsräumen, welche die Schüler_innen zu individuellem Experiment und Ausdruck einluden. Besonders war hierbei für alle Beteiligten die reichhaltigen Möglichkeiten, sich über die Künste und jenseits von etwaigen Sprachbarrieren zu verständigen.

Den Abschluss des Projektes bildete der gemeinsame Besuch einer 25 Jahre alten Inszenierung von Madama Butterfly in der Staatsoper, bei dem Schüler_innen, Studierende und Dozent_innen mit sensiblem Sinn für das Inter- und Transkulturelle sowie eigenen ästhetisch-künstlerischen Perspektiven Zugänge zum Stoff der Oper finden konnten.

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Artist-in-Residence an Grundschulen

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Die Stiftung Brandenburger Tor startet in Kooperation mit der grund_schule der künste der UdK Berlin ein Programm zur künstlerischen Förderung von Kindern.

Das Programm Max – Artists in Residence an Grundschulen ist ein Projekt der Stiftung Brandenburger Tor und der grund_schule der künste der UdK Berlin, das  nicht nur Impulse für den Kunstunterricht setzen sondern Kinder darüber hinaus im Schulalltag umfassend künstlerisch fördern will.

In diesem Zusammenhang werden zukünftig bis zu sechs Künstlerinnen und Künstler in Berliner Grundschulen „einziehen“. In ihren Ateliers in den Schulen ermöglichen sie Kindern eine Vielfalt an Kunst-Begegnungen und Gelegenheiten für eigene künstlerische Projekte. Beraten werden sie von Seiten der grund_schule der künste von Nick Ash. Auf die abschließende gemeinsame Ausstellung dürfen wir gespannt sein.

An der UdK Berlin hat Frau Prof. Winderlich die wissenschaftliche Projektleitung inne. Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Evelyn May werden die ästhetischen und künstlerischen Bildungsprozesse qualitativ-empirisch beschrieben und für die Weiterentwicklung des Programms sowie die künstlerische Lehrkräftebildung produktiv gemacht.

Stella Konstantinou

Die grund_schule der künste öffnet ihre Bilderbuchwerkstatt für Willkommensklassen

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Die Kinder können den besonderen Raum, der von Olafur Eliasson gestaltet wurde, als Mitspieler entdecken und die Bilderbuchsammlung erleben. Im Anschluss erhalten die Kinder im Atelier die Gelegenheit ihre eigenen Bilder zur Sprache zu bringen.

Das Projekt entwickelt die Künstlerin und UdK Absolventin Stella Konstantinou in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Kirsten Winderlich und UdK Studierenden aus verschiedenen Fakultäten.

Aktuelle Kooperationsschulen:

Katharina-Heinroth-Grundschule
Nehring-Grundschule

Zeit: Januar – Juni 2016

Für Kooperationsanfragen, Termine und weitere Infos

Kontakt:

Stella Konstantinou
stella_konstantinou(at)gmx.de

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Willkommensklassen

Die grund_schule der künste lädt in den kommenden Semestern Flüchtlingskinder gemeinsam mit ihren Lehrer_innen in ihre Bilderbuchwerkstatt ein. Der besondere Ort eröffnet den Kindern einen „Raum für Bildung und Bilder“ (Olafur Eliasson, 2015).

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Nick Ash

Artist-in-Residence 2015

Artist-in-Residence im Sommersemester 2015 ist Niels Trannois
Herzlich Willkommen!

Kinder der Picasso-Grundschule Weissensee mit ihrem Lehrer Stefan Wahner freuen sich bereits auf das Sommersemester 2015

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Artist-in-Residence WS 2014/15
Albert Weis
Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Ein Buch fürs Museum – ein Buch für jedes Kind

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Die grund_schule der künste entwickelt und gestaltet gemeinsam mit Kindern ein Buch für die Räume von Kunst und Kultur

Die Bilderbuchwerkstatt, die von Olafur Eliasson gestaltet wurde, ermöglicht Kindern auf individuelle Weise Zugänge zum zeitgenössischen Bilder- und Künstlerbuch, gewissermaßen eine erste Begegnung mit Kunstwerken.
Bietet die Bilderbuchwerkstatt der grund_schule der künste einen geschützten und aus der Perspektive der Kinder gestalteten Raum für die Auseinandersetzung mit Kunst, wollen wir Kindern auch weitere Begegnungen mit Kunst, d.h. Zugänge zu den Museen, deren Räume und Sammlungen maßgeblich für Erwachsene angelegt wurden, ermöglichen. Hierbei soll ein Buch, ein Museumsführer, entwickelt und gestaltet mit Kindern für Kinder, unterstützen. Das Projekt wird im Sommersemester 2015 gemeinsam mit Studierenden vorbereitet und soll im Wintersemester 2015/16 gemeinsam mit Kindern realisiert und publiziert werden.

Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung eines Museumsführers liegt für uns nicht nur in Berücksichtigung der „1000 Sprachen der Kinder“, d.h. der individuellen Weltzugänge von Kindern, sondern ebenso in der Integration ihrer jeweiligen Kommunikationsformen. Dabei wollen wir uns den aktuellen Herausforderungen von Diversität und Inklusion stellen und den Museumsführer auch in Blindenschrift sowie in symbolunterstützte Kommunikationsformen übersetzen – ein Format entwickeln, dass die Mehr- und Vielsprachigkeit der Kinder aufgreift.

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Sichtbar machen, zur Sprache kommen

Kinder gestalten in einem Forschungstheater ihre eigenen Orte für das Lesen und Schreiben

Eine künstlerisch-wissenschaftliche Kooperation zwischen der grund_schule der künste und Judith Seng

 

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Fotos: Nick Ash

 

Eigene Orte, an denen sich Kinder vertiefen, ihren Gedanken und ganz eigenen Ideen nachgehen können, spielen im Kontext der Bildung von Kindern eine besondere Rolle.
Gerade beim Lesen- und Schreibenlernen kommt der eigenen vom Kind geschaffenen Umgebung eine große Bedeutung zu. Die grund_schule der künste widmet sich daher, und auch vor dem Hintergrund des in den Bildungsberichten immer wieder postulierten Förderbedarfs sprachlicher Kompetenzen Berliner Schülerinnen und Schüler, dem Thema „Eigene Orte für Kinder“. Beispielsweise kann der Tisch zu einem solchen Ort werden. Neben seiner funktionalen Bedeutung als Unterlage, Sitzhilfe oder
Ordnungssystem, kann er für die Kinder einen eigenen Ort bilden, der ihnen hilft, sich intensiv mit einem Gegenstand auseinanderzusetzen, mit Lust und Aufmerksamkeit zu lesen und zu schreiben. Doch wie können derartige Orte aussehen? Wie würden Kinder ihre eigenen Orte entwerfen? Und wie können diese Prozesse initiiert und zugleich sichtbar werden? Mit diesen Fragen setzt sich die grund_schule der künste mit der Designerin Judith Seng im Rahmen des experimentellen Entwurfssettings „ACTING THINGS“ auseinander, welches sie als Fellow der Graduiertenschule für die Künste und Wissenschaften der Universität der Künste Berlin entwickelte. Am 18. November findet ein Forschungstheater mit Judith Seng und 32 Kindern aus 4 Berliner Schulen statt. Die Schülerinnen und Schüler aus der Charlie-Rivel-Grundschule, der Lemgo-Grundschule, der Hellmuth-James-von-Moltke-Grundschule und der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule erhalten dort Raum und Zeit einen eigenen Ort zum Lesen und Schreiben zu entwerfen und zu gestalten. Studierende und Lehrende der grund_schule der künste werden das Forschungstheater u.a. mit Hilfe bildunterstützter qualitativer Forschungsmethoden begleiten und die Qualität eigensinniger Bildungsprozesse im Kontext von Ort, Raum und Sprache aufzeigen.

 

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Wintersemester 2014/15

Wir haben einen neuen Kollegen, Conrad Rodenberg, den wir herzlich begrüßen. Conrad Rodenberg vertritt in der grund_schule der künste den Bereich der Ästhetischen Bildung mit einem Schwerpunkt auf der Experimentellen Musik.

Ab diesem Semester beginnen wir mit unserem “Artist in Residence”-Programm. Wir begrüßen in diesem Zusammenhang den Künstler Albert Weis, der für ein Semester sein Atelier in die grund_schule der künste verlegt und damit Kindern die Gelegenheit gibt ihn bei der Arbeit zu erleben und in einen Austausch zu treten. Das Seminar “Beobachten und Dokumentieren” von Nick Ash wird das Programm begleiten.

Wir freuen uns auf den Zweiten Band unserer Schriftenreihe “grund_schule kunst bildung”, der mit einem Schwerpunkt zu Material noch dieses Jahr, Mitte Dezember, erscheinen wird.

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Nick Ash

Bilderwelten

Kinder werden täglich mit einer Vielzahl von Bildern konfrontiert, unabhängig vom Kunstunterricht. Bilder dringen in die Lebenswelt der Kinder, werden Teil ihres Alltags, sei es in Form von favorisierten Filmen, Computerspielen oder Kleidungsstücken. Die Kinder erhalten dabei nur selten Gelegenheit sich ihrer “Bilderwelten” bewusst zu werden und sich mit diesen entsprechend auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt des Seminars stand nun die ästhetische Erforschung und Reflexion der individuellen und kollektiven Bilderwelten der Schüler_innen der Lemgo-Grundschule in Berlin-Kreuzberg. Die Frage war hierbei nicht nur, wie sich die Studierenden den Bilderwelten der Kinder nähern sondern darüber hinaus, auf welche Weise sie mit den Kindern über ihre Praxisforschungsergebnisse ins Gespräch kommen konnten. Das Seminar entschied sich hierbei für ein Verfahren der Präsentation, in dem die Studierenden durch Transformation und Inszenierung die Bilderwelten der Kinder erweiterten und damit ihren Blick “befremdeten” und zur ästhetischen Reflexion anregten.

 

 

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Projektidee und -durchführung: Nick Ash
Kooperation: Schüler_innen der 3. Klasse der Lemgo-Grundschule Berlin-Kreuzberg
Ort: Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße 33
Fotos: Nick Ash

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Bilderbuchzelten – eine mobile Bilderbuchwerkstatt

Was geschieht, wenn eine Bibliothek zu klein wird, wenn eine Bibliothek in einer Schule nicht mehr genug Platz für alle die Kinder bietet, die sich mit Büchern auseinandersetzen wollen? Sie muss selbstverständlich erweitert werden. Aber wie?

Die Schülerinnen und Schüler des Gelben Hauses der Evangelischen Grundschule Potsdam gingen zelten. Gemeinsam mit den Studierenden suchten sie im Außengelände der Schule geeignete Orte für eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Bilderbüchern. Doch nicht nur Ort und Wurfzelt schufen einen angemessenen Rahmen bei sich zu sein und gleichzeitig in die eigensinnigen Welten zwischen Bild und Text einzutauchen. Brautkleid-Kisten mit eigens für die unterschiedlichen Bilderbücher gesammelten Dinge und Materialen halfen die Zelte für die jeweiligen Bücher einzurichten, zu gestalten und die jeweils spezifische Ästhetik der Bilderbücher zum Erscheinen zu bringen. Jedes Zelt und das damit verbundene Rezeptionsgeschehen vermittelte entsprechend eine andere Atmosphäre, die unmittelbar erlebt, von den Kindern in Verbindung zu den Bilderbüchern und zur Sprache gebracht werden konnte – in Worten und Bildern.

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Foto: Kerstin Hanisch

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Projektidee und -durchführung: Prof. Dr. Kirsten Winderlich und Studierende
Kooperation: Carola Stelzer und Tanja Rybacki, Schülerinnen und Schüler des Gelben Hauses der Evangelischen Grundschule Potsdam
Ort: Bibliothek und Außengelände der Evangelischen Grundschule Potsdam
Fotos: Nick Ash

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Im Atelier der Fachklasse von Prof. Johan Lorbeer

 

Das Atelier als Ort künstlerischer Schaffensprozesse kann als besonderer Bildungsort verstanden werden, der einlädt in die individuelle künstlerische Arbeit der Künstlerin oder des Künstlers einzusteigen. Darüber hinaus ist das Atelier, gerade für Kinder, als informeller Bildungsort zu begreifen. Es ist ein Ort, an dem unterschiedliche Materialien, Objekte und Werkzeuge lagern, ein Ort an dem Bilder im weitesten Sinne Platz einnehmen, Bilder, die sich noch im Prozess der Entstehung befinden oder aber bewahrt, geordnet und archiviert werden. Ateliers sind in ihrer räumlichen Ausgestaltung immer geprägt von der individuellen Künstlerpersönlichkeit. Sie erzählen von unterschiedlichen Arbeitsweisen und Haltungen aber auch von individuellen Erfahrungen. All diese Aspekte sind für Kinder bei einem Besuch noch nicht geordnet. Der Blick der Kinder ist noch nicht ausschließlich fokussiert auf das Werk, wie auch die Wahrnehmung der Kinder in den eigenen schöpferischen Prozessen nicht ausschließlich auf das Endprodukt gerichtet ist. Vielmehr sind die schöpferischen Prozesse von Kindern eingebunden in Handlungen, die sich zwischen scheinbaren Alltagshandlungen, Spiel und dem, was als künstlerische Tätigkeit verstanden werden kann, bewegen. Die Frage, wie die Kinder ihren Besuch in den Ateliers der Fachklasse von Prof. Johan Lorbeer erlebt haben, lockte bei ihnen, auch noch vier Wochen nach dem Besuch, eine Vielzahl an Erinnerungen hervor. So stellten die Kinder zum Beispiel eine Liste von fast 100 Möglichkeiten zusammen, die sie in den Ateliers machen konnten: Sie erzählten vom Fühlen, vom Kunstwerke anschauen, vom Bauen aus alten Materialien, vom Klettern, vom Ausprobieren, vom Forschen, vom Laufen, vom Zuschauen, vom Yogamachen, vom Farben machen, vom Orangenpressen, vom Bekleben des eigenen Mundes, vom Steigen auf eine hohe Leiter, vom Schatten mit Flaschen machen, vom Hochziehen einer Giraffe….

Die Beschreibungen der Kinder machen deutlich, dass wir es im Kontext ästhetischer und künstlerischer Bildung von Kindern immer mit einer Energie zu tun haben, die wenig mit unserer „Erwachsenen“-Vorstellung von Konzentration und kontinuierlich und linear verlaufenden Schaffensprozessen zu tun haben. Vielmehr vermittelten uns die Kinder während ihres Atelierbesuch ihre Aneignungs- und Bildungsprozesse als ein Flanieren, bei dem sich die Wegführung aus dem Moment des Unerwarteten und Überraschenden heraus entwickelt. Und in dieser Hinsicht kann der Besuch der Kinder im Atelier als doppeltes Bildungsereignis verstanden werden. Einerseits ermöglichte diese Aktion den Kindern eine Begegnung mit Kunst und Kunstschaffenden. Und andererseits stellte der Besuch der Kinder für die Studierenden eine besondere Gelegenheit dar, sich auf die Weltzugänge von Kindern einzulassen ohne die eigene Kunst „aus den Augen zu verlieren“.
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Projektidee: Prof. Dr. Kirsten Winderlich 
Projektdurchführung: Fachklasse Prof. Johan Lorbeer
Begleitung: Miriam Christof, Nick Ash
Kooperation: Anke Schäfer, Schülerinnen und Schüler der Klasse Fledermäuse der Hunsrück-Grundschule Berlin-Kreuzberg
Ort: Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße 33, Atelier der Fachklasse Prof. Johan Lorbeer
Fotos: Nick Ash