Die grund_schule der künste* ist ein Bildungsort unter dem Dach der Universität der Künste Berlin und damit ein besonderer Baustein des Berliner Grundschullehramtsstudiums. Darüber hinaus ermöglicht die grund_schule der künste Kindern, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, an der Welt der Künste teilzuhaben. Die Künste sind in diesem Zusammenhang als ein unverzichtbarer Kern der grundlegenden Bildung zu verstehen. Neben ihrem Eigensinn und –wert fördern und fordern die Künste Imaginationsfähigkeit und Fantasie und damit individuelle Lern- und Bildungskompetenz. In diesem Sinne erforschen in der grundschule der künste Studierende wie Lehrende gemeinsam mit Kindern und ihren Lehrerinnen und Lehrern, wie Bildung durch die Künste gelingen kann.



Zwischen Kind und Kunst – Ohne ästhetische Bildung ist kulturelle Bildung sinn-los

Rede von Kulturstaatsministerin Monika Grütters anlässlich der Einweihung der „grund_schule der künste“ der Universität der Künste
grundschulekunstbildung

Schriftenreihe band vier: artist in residence

Rezension
grund_schule kunst bildung

band vier: artist in residence

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Ist „KUNST“ ein Medium, durch das etwas – ein Gedanke, ein Gefühl, eine Haltung, etc – durchscheinen können soll, dann muss sich das Kunststudium jedenfalls auch mit demjenigen beschäftigen, der außerhalb des Kunstschaffenden steht – dem Betrachter und dem durch die Kunst Betroffenen.
Das vorliegende Buch erzählt von einem Vermittlungsprojekt innerhalb der ästhetischen und künstlerischen Bildung, von einer „Versuchsanordnung“ und einem stringenten Konzept mit kreativem Freiraum, welches einerseits das Verstehen und andererseits das Verstanden werden auf überraschend umfassende und vor allem ungewöhnliche Art begreifbar und erlebbar macht.
Das Vermittlungsprojekt „Artist in Residence“ setzt direkt dort an, wo Kunst entstehen kann und bietet über die innovative Werkstattlehre einen interessanten Anknüpfungspunkt innerhalb der aktuellen Bildungsdebatte. Die Ernsthaftigkeit dieser Projektidee lässt sich am Zielpublikum, den Kindern und den KünstlerInnen, ablesen und zeigt einmal mehr, dass kulturelle Bildung im Speziellen nachhaltig wirksame Bedeutung im Allgemeinen bieten kann.
Erfahrungsberichte lassen den forschend Fragenden ein kreatives Bild von künstlerischem Experiment und (didaktikloser) Lehre machen und zeichnen eine neue Figur für notwendig innovative Bildungslandschaften in einer amorphen, individuellen Kollektivgesellschaft.

(Monika Abendstein mag.arch. Leitung bilding. Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche)

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Kinderzeichnungsforschung: Methodenentwicklung

Nick Ash und Conrad Rodenberg entwickelten eine Methode im Kontext der Kinderzeichnungsforschung, bei der das Nachspüren und Aufzeigen der Zeichnung eine zentrale Rolle spielt. Das methodische Vorgehen verläuft
Strich für Strich in einem zeitintensiven Prozess, bei dem die Erhebung der zeichnerischen Details sowie der Spezifika der Zeichnung im Mittelpunkt stehen. Sich auf diese Weise “ein Bild von der Zeichnung zu machen” intendiert die individuelle Äußerung zu durchdringen und zu verstehen.

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Zur Anschauung hier eine zeitlich geraffte Fassung des Prozesses, bei der sich die Zeichnung über 32 Sekunden entfaltet:

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Bühnenraumgestaltung

Der Bühnenraum für ein Konzertprojekt des Mädchenchors der Singakademie wurde von Nick Ash und Conrad Rodenberg (grund_schule der künste) gemeinsam mit Studierenden gestaltet. Ausgangspunkt ihres Konzeptes waren dabei Zeichnungen von Kindern mit vielfältigen kulturellen und sprachlichen Hintergründen, die sie mittels farbigen Tapes sowie einer Verschiebung des Maßstabs von 1 zu 100 in den Raum übertragen haben. Die durch diese Transformation bewirkte Abstrahierung der Kinderzeichnungen wird am Kopf des Saales durch eine das Konzert stetig begleitende Animation eines ausgewählten komplexen Zeichenprozesses gesteigert. Der Bühnenraum sensibilisiert so die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Kinderzeichnung als Ausdruck inneren Erlebens und Fühlens und tritt auf diese Weise in einen Austausch mit dem Konzert.

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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Sommer 2017

Wir freuen uns, dass die neu überarbeitete Bereichsseite der grund_schule der künste auf der UdK-homepage nun freigeschaltet ist.

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Hier finden Sie das kommentierte Vorlesungsverzeichnis mit den Seminaren in Kunstdidaktik Grundschule und MÄERZ für das Sommersemester 2016 zum Download als pdf: grund_schule_der_kuenste_SoSe_2017

Hier finden Sie außerdem den Link zum Online-Vorlesungsverzeichnis des Instituts für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung.

Nick Ash

Bilder bilden. Zeitgenössische Bilderbücher für die Arbeit in Willkommensklassen

Ich werde Wunder vollbringen

(Susie Morgenstern/Chen Jianghong)

Das Bilderbuch von Chen Jianhong mit einem Text von Susie Morgenstern bringt es auf den Punkt. Zeitgenössische Bilderbücher fördern Imaginationsfähigkeit. Sie bringen zum Sprechen und eröffnen Welten.

Inwieweit kann die Auseinandersetzung mit Zeitgenössischen Bilderbüchern Kinder unterstützen die deutsche Sprache zu lernen? Welche Impulse lassen sich aus der Kunst der Bilderbücher für eine ästhetisch-künstlerische Sprachbildung entwickeln?

Ausgehend von diesen Fragen hat Kirsten Winderlich eine Handreichung geschrieben, in der sie neugierig macht zwischen Bild und Text „lesen zu lernen“ und anregt Zeitgenössische Bilderbücher im Unterricht „ins Spiel zu bringen“.

Durch die großzügige Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wird in den kommenden Wochen jede Berliner Grundschule ein Exemplar der Handreichung für die Arbeit in Willkommensklassen sowie den Kunst- und Deutschunterricht erhalten.Bilder_bilden_Cover_transparent