Stella Konstantinou

Die grund_schule der künste öffnet ihre Bilderbuchwerkstatt für Willkommensklassen

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Die Kinder können den besonderen Raum, der von Olafur Eliasson gestaltet wurde, als Mitspieler entdecken und die Bilderbuchsammlung erleben. Im Anschluss erhalten die Kinder im Atelier die Gelegenheit ihre eigenen Bilder zur Sprache zu bringen.

Das Projekt entwickelt die Künstlerin und UdK Absolventin Stella Konstantinou in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Kirsten Winderlich und UdK Studierenden aus verschiedenen Fakultäten.

Aktuelle Kooperationsschulen:

Katharina-Heinroth-Grundschule
Nehring-Grundschule

Zeit: Januar – Juni 2016

Für Kooperationsanfragen, Termine und weitere Infos

Kontakt:

Stella Konstantinou
stella_konstantinou(at)gmx.de

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Willkommensklassen

Die grund_schule der künste lädt in den kommenden Semestern Flüchtlingskinder gemeinsam mit ihren Lehrer_innen in ihre Bilderbuchwerkstatt ein. Der besondere Ort eröffnet den Kindern einen „Raum für Bildung und Bilder“ (Olafur Eliasson, 2015).

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Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Die Bilderbuchwerkstatt hat begonnen

Unsere Urteilskraft ist in der Kreativität der Kindheit verankert.
Olafur Eliasson

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Olafur Eliasson
Raum für Bildung und Bilder
2015
Wood, fabric, carpet, lights, foam
450 x 820 x 780 cm
Installation view at UdK, Grundschule der Künste, Berlin 2015
Photographer: Nick Ash
Courtesy of Raum für Bildung und Bilder by Olafur Eliasson, responding to Kirsten Winderlich’s concept of the Bilderbuchwerkstatt at grund_schule der künste, Berlin
© 2015 Olafur Eliasson
Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Bilderbuchwerkstatt

Zeitgenössische Bilderbücher bieten Kindern vielfältige
Bildungsmöglichkeiten, wenngleich viele Erwachsene diesbezüglich eher
Vorbehalte haben: Sind diese Bilderbücher überhaupt noch etwas für Kinder?
Haben sie nicht zuwenig Text? Solche und ähnliche Fragen sind angesichts
zeitgenössischer Bildbücher immer wieder zu hören – bemerkenswerter Weise,
obwohl es kaum Rezeptionsforschung zum zeitgenössischen Bilderbuch gibt,
das heißt derartige Sorgen der Erwachsenen nicht wissenschaftlich belegt
sind.
Aus diesem Grund widmet sich die grund_schule der künste der
Rezeptionsforschung zeitgenössischer Bilderbücher und hat dafür eine
eigene Forschungswerkstatt (vgl. Orts- und raumbezogene Konzepte und
Modelle für die ästhetische Bildung von Kindern und deren Erforschung)
eingerichtet.

„Die Rezeption von Bilderbüchern ist mit Jens Thiele als „komplexes
elementares Ereignis“ zu verstehen. „Es kann der flüchtige Blick sein,
der etwas aufspürt, etwas ahnt, es kann die haptische Erfahrung des
Materials sein, es kann die Fremdheit des Objekts sein, es kann die
Assoziation an vorherige Erfahrungen sein“, der den nicht zu
formalisierenden Rezeptionsprozess prägt. In diesem Zusammenhang eine
Perspektive des Anderen annäherungsweise einzunehmen, stellt eine
besondere forschungsmethodologische Herausforderung dar. Ein Problem ist
hierbei, dass sich das Verständnis kindlicher Wahrnehmung häufig über
Setzungen der Erwachsenen definiert und auf diese Weise ein Zugang zur
Rezeption der Kinder erschwert wird. Entsprechend lautet meine
impulsgebende Frage: Wie können die spezifischen Zugänge von
Grundschulkindern zu Bilderbüchern erhoben werden? Welche Methoden und
Verfahren können im Rahmen einer spezifisch auf Kinder zielenden
Rezeptionsforschung eingesetzt werden? Welche Voraussetzungen und
Rahmenbedingungen sollten mit bedacht werden? Welche Instrumente und
methodische Vorgehensweisen sind dazu nötig?“

Aus: Kirsten Winderlich: Die Bilderbuchwerkstatt. Forschende Zugänge zur
Rezeption zeitgenössischer Bilderbücher im Grundschulalter zwischen Ort,
Bild und Sprache. In: Iris Kruse, Andrea Sabisch: Blickwechsel –
Denkspiele – Bildungspotenziale. München: kopaed 2013,167-181

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Bilderbuchzelten – eine mobile Bilderbuchwerkstatt

Was geschieht, wenn eine Bibliothek zu klein wird, wenn eine Bibliothek in einer Schule nicht mehr genug Platz für alle die Kinder bietet, die sich mit Büchern auseinandersetzen wollen? Sie muss selbstverständlich erweitert werden. Aber wie?

Die Schülerinnen und Schüler des Gelben Hauses der Evangelischen Grundschule Potsdam gingen zelten. Gemeinsam mit den Studierenden suchten sie im Außengelände der Schule geeignete Orte für eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Bilderbüchern. Doch nicht nur Ort und Wurfzelt schufen einen angemessenen Rahmen bei sich zu sein und gleichzeitig in die eigensinnigen Welten zwischen Bild und Text einzutauchen. Brautkleid-Kisten mit eigens für die unterschiedlichen Bilderbücher gesammelten Dinge und Materialen halfen die Zelte für die jeweiligen Bücher einzurichten, zu gestalten und die jeweils spezifische Ästhetik der Bilderbücher zum Erscheinen zu bringen. Jedes Zelt und das damit verbundene Rezeptionsgeschehen vermittelte entsprechend eine andere Atmosphäre, die unmittelbar erlebt, von den Kindern in Verbindung zu den Bilderbüchern und zur Sprache gebracht werden konnte – in Worten und Bildern.

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Foto: Kerstin Hanisch

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Projektidee und -durchführung: Prof. Dr. Kirsten Winderlich und Studierende
Kooperation: Carola Stelzer und Tanja Rybacki, Schülerinnen und Schüler des Gelben Hauses der Evangelischen Grundschule Potsdam
Ort: Bibliothek und Außengelände der Evangelischen Grundschule Potsdam
Fotos: Nick Ash