Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Schule und Museum

Eine Initiative mit Vertreter*innen aus Schule, Hochschule und Museum veröffentlicht ihre Visionen und Empfehlungen

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Wie soll nachhaltige Zusammenarbeit von Museen und Schulen in einer weltoffenen, diversen und inklusiven Gesellschaft gestaltet werden? Was muss in Museen und Schulen geschehen, damit Kindern und Jugendlichen Erfahrungsräume und damit umfassende Bildungschancen eröffnet werden?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Initiative Museum und Schule, in der sich mittlerweile sechzig Expert*innen aus Schule, Hochschule und Museum engagieren. Gegründet wurde die Initiative als Museologischer Salon vor einem Jahr am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg. Anstoß gab der Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, einen Leitfaden für eine veränderte Kooperationskultur zwischen Schule und Museum zu entwickeln, der auf dem weiterentwickelten Rahmenkonzept Kulturelle Bildung sowie dem neuen Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 in Berlin und Brandenburg basiert.

Am 19. Mai 2016 stellte die Initiative im Rahmen des 6. Museologischen Salons ihre Empfehlungen für die Zusammenarbeit von Museen und Schulen vor. Sie enthalten, neben einem gemeinsamen Leitbild, Visionen sowie konkrete Kernaufgaben für Berlin.

 

Prof. Dr. Kirsten Winderlich, Leiterin der grund_schule der künste der UdK Berlin, hat im Rahmen der Initiative Museum und Schule die fachwissenschaftliche Begleitung für die Schule unter besonderer Berücksichtigung der Ästhetischen Bildung übernommen.

Als einen weiteren Meilenstein, gerade auch im Hinblick auf die Entwicklung und Profilierung der künstlerischen Lehrkräftebildung der UdK Berlin, wird Kirsten Winderlich die Zusammenarbeit mit Museen im Praxissemester unter besonderer Berücksichtigung der Grundschule etablieren. Ziel ist hierbei die Bildungspotenziale Museum gemeinsam mit Studierenden, Schulen sowie Lehrenden aus Hochschule und Museum aufzuspüren, zu reflektieren und produktiv zu machen.

 

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Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Artist-in-Residence an Grundschulen

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Die Stiftung Brandenburger Tor startet in Kooperation mit der grund_schule der künste der UdK Berlin ein Programm zur künstlerischen Förderung von Kindern.

Das Programm Max – Artists in Residence an Grundschulen ist ein Projekt der Stiftung Brandenburger Tor und der grund_schule der künste der UdK Berlin, das  nicht nur Impulse für den Kunstunterricht setzen sondern Kinder darüber hinaus im Schulalltag umfassend künstlerisch fördern will.

In diesem Zusammenhang werden zukünftig bis zu sechs Künstlerinnen und Künstler in Berliner Grundschulen „einziehen“. In ihren Ateliers in den Schulen ermöglichen sie Kindern eine Vielfalt an Kunst-Begegnungen und Gelegenheiten für eigene künstlerische Projekte. Beraten werden sie von Seiten der grund_schule der künste von Nick Ash. Auf die abschließende gemeinsame Ausstellung dürfen wir gespannt sein.

An der UdK Berlin hat Frau Prof. Winderlich die wissenschaftliche Projektleitung inne. Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Evelyn May werden die ästhetischen und künstlerischen Bildungsprozesse qualitativ-empirisch beschrieben und für die Weiterentwicklung des Programms sowie die künstlerische Lehrkräftebildung produktiv gemacht.

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Schriftenreihe band drei: museum

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Was ist ein Museum? Was kann ein Museum für Kinder sein? Und wie können sich Kinder Zugänge zu Museen verschaffen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der dritte Band der Schriftenreihe der grund_schule der künste. Wie in den vergangenen Bänden »Ort und Raum« sowie »Material« haben sich Lehrende gemeinsam mit Studierenden und Kindern Berliner und Brandenburger Grundschulen in ihren Seminaren mit grundlegenden Fragen Ästhetischer Bildung auseinandergesetzt. Ein Ziel war hierbei, Wege zu entdecken und zu erproben, das Museum als außerschulischen Lern- und Bildungsraum zu betreten, zu erfahren und wirksam zu machen. Dabei haben wir uns insbesondere auf das ›Erwachsenen-Museum‹ konzentriert, weil wir gerade in diesem besondere Bildungspotenziale sehen. In diesem Sinne intendiert unsere aktuelle Lehr- und Forschungstätigkeit im Rahmen der grund_schule der künste auch, die Kinder und ihre Bildungsprozesse im Museum für die Institution Museum zum Erscheinen zu bringen. Denn: In Zeiten, in denen verstärkt an den Bildungsauftrag der Museen appelliert wird, dürfte für diese aufschlussreich sein, wie sich insbesondere Kinder den Raum des Museums aneignen und auf unterschiedliche Weisen in Ausstellungen einzutauchen vermögen.

Die Beiträge: Annika Vogt: Schwelle. Performative Museumszugänge; Stella Konstaninou: Erzählen, Transkultur und Museum, Geschichten und Exkurse; Nick Ash: What is this? Reflections on a school visit to the Hamburger Bahnhof; Melanie Neumann: Zu Besuch bei Beuys; Gabriele Sagasser: Aussichten auf die Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum; Kirsten Winderlich: Die Pfaueninsel. Kartierungen – mit einem Foto-Essay von Cindy Korne; Hanna Sybille Müller: »dinge in bewegung bringen«. Sommersemester 2015; Conrad Rodenberg: »Es war schon mal ein schöner Stein«. Ein Audioguide-Experiment; Kirsten Winderlich: Der Museumsführer, den ich mir erträume …

Das Buch ist über den Athena Verlag erhältlich.

Stella Konstantinou

Die grund_schule der künste öffnet ihre Bilderbuchwerkstatt für Willkommensklassen

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Die Kinder können den besonderen Raum, der von Olafur Eliasson gestaltet wurde, als Mitspieler entdecken und die Bilderbuchsammlung erleben. Im Anschluss erhalten die Kinder im Atelier die Gelegenheit ihre eigenen Bilder zur Sprache zu bringen.

Das Projekt entwickelt die Künstlerin und UdK Absolventin Stella Konstantinou in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Kirsten Winderlich und UdK Studierenden aus verschiedenen Fakultäten.

Aktuelle Kooperationsschulen:

Katharina-Heinroth-Grundschule
Nehring-Grundschule

Zeit: Januar – Juni 2016

Für Kooperationsanfragen, Termine und weitere Infos

Kontakt:

Stella Konstantinou
stella_konstantinou(at)gmx.de

Annika Vogt

Kooperation

Kooperation mit der Jungen Staatsoper

 

Die Junge Staatsoper entwickelte gemeinsam mit der Forschungswerkstatt der grund_schule der künste (Universität der Künste Berlin) unter der Leitung von Annika Vogt ein Kooperationsformat, in dem sich Studierende und Lehrende mit Schüler_innen mit Hilfe ästhetischer Praktiken mit der Perspektive „Kind“ auf Märchenstoffe auseinandersetzen. Im Zentrum der gemeinsamen Arbeit stehen dabei die individuellen Zugänge der Kinder zu existentiellen Themen und Fragen und die Transformation dieser in künstlerische Aufführungs- und Bildungsprozesse. Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit werden konkret zum „Material“ für eine musikalische, theatrale und tänzerische Auseinandersetzung auf der Bühne.

Künstlerische Leitung: Johanne Bro (Tanz), Tobias Daniel Reiser (Musik), Annika Vogt (Theater)

Forschungswerkstatt: Annika Vogt mit Studierenden der grund_schule der künste (UdK Berlin)

 

Aktuell:

„Schuhwerk für Katzen“ (in Kooperation mit der Helmuth-James-von-Moltke-GS)

Das Märchen vom gestiefelten Kater erzählt von einem armen Müllerssohn, dem als einziges Erbe nur ein Kater bleibt. Der aber hat es in sich und erweist sich als Freund und Hoffnungsträger. Dank seiner Instinkte, seiner Intuition und seiner Intelligenz durchbricht er die festgefügte Gesellschaftsordnung, befreit sich und seinen Herrn daraus und stärkt ihr Selbst-Bewusstsein. Dieser kraftvollen zukunftsweisenden Begegnung wird in dem künstlerischen Projekt nachgegangen werden. Wir fragen nach den gestiefelten Katern von Heute, nach den Freunden der Kinder – realen wie auch fiktiven – und wollen Kinder auf diese Weise an ihre Selbstbildungs- und Gestaltungskräfte erinnern. Wie sehen Kinder ihre Zukunft? Wie gestaltet sich für sie der Weg, den sie mit Hilfe einer Freundin oder eines Freund beschreiten?

 

2014

„Glück“ (in Kooperation mit der Comenius-Grundschule)

Im April 2013 veröffentlichte Unicef eine Studie, der zufolge deutsche Kinder eine steigende innere Unzufriedenheit empfinden. Die Lebensumstände sind besser als die von Kindern vieler anderer Länder auf der Welt und dennoch sind viele Mädchen und Jungen in Deutschland unglücklich. Dieser Kluft zwischen äußeren Lebensumständen und individueller Bewertung wurde in diesem Projekt nachgegangen.

Im Rahmen der Forschungswerkstatt an der Universität der Künste wurde auf der Basis des Märchens „Hans im Glück“das Wesen von Glück erforscht: Wie fühlt sich Glück an? Wie finde ich Glück? Wie fühlt es sich an, wenn das Glück verloren ist?

 

2013

„Wehr den Wolf“ (in Kooperation mit der Comenius-Grundschule)

Das Projekt brachte Handlungsweisen der Märchenfiguren aus »Rotkäppchen« und Prävention vor Missbrauch zusammen. Unter dem Motto »Wehr den Wolf!« fragten wir mit Grundschüler_innen der Comenius-Schule nach Handlungsalternativen des Rotkäppchens gegenüber dem Wolf. Sei es der Kampf mit heißem Würstchenwasser, wie es in einer weniger bekannten Version der Brüder Grimm erzählt wird, oder eine Hilfsaktion von Blaukäppchen –  eigene künstlerische Erzählweisen der Selbstbestimmung und Selbstbehauptung wurden über Musik, Performance und Tanz auf die Bühne gebracht.

 

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Nick Ash

Artist-in-Residence 2015/16

Artist-in-Residence im Wintersemester 2015/16 ist Michaela Nasoetion.
Herzlich Willkommen!

Michaela Nasoetion entwickelt – als Künstlerin und Visionärin – ästhetische Tools, mit denen sie Handlungs-, Imaginations- und Dialogräume schafft, die den Teilnehmenden einen besonderen Austausch und ein ko-kreatives Tun ermöglichen. Typische Formate ihrer medienübergreifenden Arbeiten sind partizipative Installationen, situative Aktionen und ko-laborative Workshops.

Sie studierte Freie Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München, an der HfbK Hamburg (Diplom) und am Goldsmiths College in London (Postgraduierten Diplom) und lebt und arbeitet seit 1997 in Berlin.

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Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Willkommensklassen

Die grund_schule der künste lädt in den kommenden Semestern Flüchtlingskinder gemeinsam mit ihren Lehrer_innen in ihre Bilderbuchwerkstatt ein. Der besondere Ort eröffnet den Kindern einen „Raum für Bildung und Bilder“ (Olafur Eliasson, 2015).

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grundschulekunstbildung

Rundgang 2015

Jedes Jahr öffnet die größte künstlerische Hochschule wieder die Werkstätten, Ateliers, Studios und Probenräume.
Die grund_schule der künste ist dabei und lädt am 18. und 19. Juli von 12 bis 16 Uhr zu einem Besuch ein und lässt mit diesem Ereignis das erlebnisreiche Sommersemester ausklingen.

Einen schönen Sommer und auf Auf Wiedersehen im Wintersemester 2015/16!

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Die Vitrine wurde von Niels Trannois und Schülern der Picasso Grundschule gestaltet
Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Die Bilderbuchwerkstatt hat begonnen

Unsere Urteilskraft ist in der Kreativität der Kindheit verankert.
Olafur Eliasson

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Olafur Eliasson
Raum für Bildung und Bilder
2015
Wood, fabric, carpet, lights, foam
450 x 820 x 780 cm
Installation view at UdK, Grundschule der Künste, Berlin 2015
Photographer: Nick Ash
Courtesy of Raum für Bildung und Bilder by Olafur Eliasson, responding to Kirsten Winderlich’s concept of the Bilderbuchwerkstatt at grund_schule der künste, Berlin
© 2015 Olafur Eliasson
Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Künstler_innen stellen in der grund_schüle der künste aus

Um allen Kindern Zugänge zu den Künsten zu ermöglichen, stellen wir regelmäßig in der grund_schule der künste Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus.

Wir freuen uns sehr über die Leihgabe von Mark Lammert.

CG_4046Mark Lammert, Nach Étienne Jules Marey 2, 2010-2015
Étienne Jules Marey, Films chronophotographies, 1890-1904

„Der Tag hat 24 Stunden. Jede Sekunde eines Films hat 24 Bilder. Es gibt mehr als 24 Farben.“
Mark Lammert

„Das ist die Geschichte von Marey, der die Bewegung eines Pferdes dekomponiert hat. Als man ihm von der Erfindung Lumières erzählte, sagte er: ‚Das ist doch völlig schwachsinnig, warum soll man das, was man mit bloßem Auge schon erkennen kann, noch filmen. Ich sehe nicht ein, welchen Vorteil es bringt, so eine bewegliche Maschine zu haben.’ Nun, diese Maschine fehlt wirklich zwischen Lumière und Marey. Und hier gibt es einen Moment, wo man das Bedürfnis verspürt, wieder anzuknüpfen. So eine Einstellung ermutigt einen dazu, wieder einen Panoramaschwenk zu machen.“
Jean-Luc Godard, Liebe Arbeit Kino

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

In Anwesenheit der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB wurden die Räumlichkeiten der grund_schule der künste der UdK Berlin und die von Olafur Eliasson gestaltete Bilderbuchwerkstatt eröffnet

In Anwesenheit der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB wurden am 23. April die Räumlichkeiten der grund_schule der künste der UdK Berlin und die von Olafur Eliasson gestaltete Bilderbuchwerkstatt eröffnet. Neben geladenen Gästen aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Bildung, Lehramtsstudierenden und anderen Mitgliedern der UdK Berlin waren auch ca. 130 Kinder der Kooperationsschulen anwesend, als am Nachmittag die von der Designerin und Fellow der „Graduiertenschule für die Künste der UdK Berlin“ Judith Seng entworfenen Räume – Forschungswerkstatt, Atelier und Studio – sowie die von Olafur Eliasson gestaltete Bilderbuchwerkstatt eröffnet wurden.

„Wir freuen uns sehr, nun den Lehramtsstudierenden einen Ort bieten zu können, an dem sie – zusammen mit Kindern und deren Lehrerinnen und Lehrern – die ganze Bandbreite dessen, was künstlerisches Wirken in den Schulen bedeuten kann, erfahren können. Für uns ist dies ein zentraler Beitrag zur kulturellen, besonders aber zur künstlerischen Bildung,“ so der Präsident der UdK Berlin, Prof. Martin Rennert bei der Veranstaltung.

Die Schirmherrin der grund_schule der künste, die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB, betonte in ihrer Rede insbesondere die Öffnung der UdK Berlin für Kinder und Schule. „Das Projekt grund_schule der Künste ist deshalb von so großer Bedeutung, weil es Kinder und junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft in den Blick nimmt und sie ermutigt, sinnliche und künstlerische Erfahrungen mit ihrer Umgebung machen – und das mit hoher künstlerischer Qualität. Das ist ein starkes kulturpolitisches Signal.“

Für die Leiterin der grund_schule der künste, Prof. Dr. Kirsten Winderlich, liegt die Bedeutung der grund_schule der künste vor allem „in der Profilierung eines künstlerischen Lehramtsstudiums, das die Studierenden befähigt, ihre eigenen künstlerischen Erfahrungen mit der Perspektive von Kindern zu verbinden und auf diese Weise eine Schulpraxis zu entwickeln, deren Fokus und Motivation die Künste sind.“

Der Künstler und ehemalige UdK-Professor Olafur Eliasson gestaltete die Bilderbuchwerkstatt in enger Abstimmung mit Prof. Dr. Kirsten Winderlich als Landschaft, Wald, Erlebnisort. Seinen „Raum für Bildung und Bilder“ sieht er als „einen Ort für unvoreingenommenes, neugieriges Entdecken von Kunst und naturwissenschaftlichen Phänomenen, ein Ort, an dem man den eigenen Sinnen trauen kann und die eigene Wahrnehmung zum Schlüsselerlebnis wird, ein Ort, der eigene ästhetische Experimente anregt.“

Mit der grund_schule der künste hat die Universität der Künste Berlin einen besonderen Bildungsort und ein zentrales Element in der Ausbildung für das Berliner Grundschullehramt geschaffen. Daneben wird hier Kindern unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft ermöglicht, unbefangen an der Welt der Künste teilzuhaben. Eine besondere Rolle in dem Konzept, das Kirsten Winderlich – aufbauend auf der Arbeit ihrer Vorgängerin und ehemaligen Vizepräsidentin der UdK Berlin Prof. Dr. Gundel Mattenklott – entwickelt hat, spielt der Raum. Über diesen sollen Kinder nicht nur vielfältige Anregungen erhalten, sondern auch Studierende und Lehrende die Möglichkeit finden, ästhetische und künstlerische Bildungsprozesse zu gestalten, zu beobachten und zu erforschen.

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0006S.E. Takeshi Nakani (Botschafter von Japan), Prof. Dr. Kirsten Winderlich, Prof. Martin Rennert (Präsident der UdK Berlin), Schirmherrin Prof. Monika Grütters MdB (Staatsministerin für Kultur und Medien), Olafur Eliasson

0007Kurrende des Staats- und Domchores Berlin

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0009mit Kai-Uwe Jirka

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Fotos: UdK/Matthias Heyde

Nick Ash

Forschungsprojekt

CURATING AESTHETIC SELF LEARNING – AN ETHNOGRAPHICAL STUDY ON SPATIAL AND MATERIAL INTERVENTIONS IN ARTS EDUCATION

Developments in our knowledge of how the arts and specifically the practice of art making can trigger aesthetic self learning processes in children have led to a reassessment of what form an art class can and should take on. When a child is able to productively self learn and explore individual areas of interest, then what role should the teacher have? Are we to leave the children to their own devices and restrict our interventions to maintaining order? Or should teachers try to develop ways in engaging with the children’s explorative processes? At the Universität der Künste Berlin an art studio has been created within the grund_schule der künste to explore these questions.

Today, only the boundaries of the imagination and the law of the land place any kind of restrictions on what can become art. The act of choosing has become the overriding artistic form of expression in contemporary art that is pivotal to how exhibitions are conceived today and particularly evident in installations where individual objects are seen as parts of a whole. Choosing what to place where in a space was traditionally the domain of the curator. The merging definition of the artist and the curator can help explore how art classes can be reconceptualized. The principle agents a teacher can use in an art class are material, the classroom space itself and language (spoken, written and body language) which are in fact the same agents the artist and curator use in an exhibition. The studio at the grund_schule der künste has taken on the role of a laboratory where it will be possible to observe the effects highly individual and diverse approaches to spatial and material interventions can have on the art making processes of children. Every semester we will invite an artist to share the studio with a group of children, both the artist and the children are invited to work on each other’s spacial and material interventions, whereby the artist and the children are the joint authors of the work and during the process have both entered into a spatial and material dialog that is manifested in the final installation.

The research therefore aims to look at how the role of the art teacher can develop into that of a curator working together with the children by supporting their self learning activities with spatial, material and conceptual interventions.

Nick Ash

Artist-in-Residence 2015

Artist-in-Residence im Sommersemester 2015 ist Niels Trannois
Herzlich Willkommen!

Kinder der Picasso-Grundschule Weissensee mit ihrem Lehrer Stefan Wahner freuen sich bereits auf das Sommersemester 2015

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Artist-in-Residence WS 2014/15
Albert Weis
Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Ein Buch fürs Museum – ein Buch für jedes Kind

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Die grund_schule der künste entwickelt und gestaltet gemeinsam mit Kindern ein Buch für die Räume von Kunst und Kultur

Die Bilderbuchwerkstatt, die von Olafur Eliasson gestaltet wurde, ermöglicht Kindern auf individuelle Weise Zugänge zum zeitgenössischen Bilder- und Künstlerbuch, gewissermaßen eine erste Begegnung mit Kunstwerken.
Bietet die Bilderbuchwerkstatt der grund_schule der künste einen geschützten und aus der Perspektive der Kinder gestalteten Raum für die Auseinandersetzung mit Kunst, wollen wir Kindern auch weitere Begegnungen mit Kunst, d.h. Zugänge zu den Museen, deren Räume und Sammlungen maßgeblich für Erwachsene angelegt wurden, ermöglichen. Hierbei soll ein Buch, ein Museumsführer, entwickelt und gestaltet mit Kindern für Kinder, unterstützen. Das Projekt wird im Sommersemester 2015 gemeinsam mit Studierenden vorbereitet und soll im Wintersemester 2015/16 gemeinsam mit Kindern realisiert und publiziert werden.

Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung eines Museumsführers liegt für uns nicht nur in Berücksichtigung der „1000 Sprachen der Kinder“, d.h. der individuellen Weltzugänge von Kindern, sondern ebenso in der Integration ihrer jeweiligen Kommunikationsformen. Dabei wollen wir uns den aktuellen Herausforderungen von Diversität und Inklusion stellen und den Museumsführer auch in Blindenschrift sowie in symbolunterstützte Kommunikationsformen übersetzen – ein Format entwickeln, dass die Mehr- und Vielsprachigkeit der Kinder aufgreift.

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Kunststudium: Perspektive ästhetische Bildung

Cindy Korne, Kunststudentin mit dem Schwerpunkt Grundschule, hat ein Drucktechniksystem für Grundschüler_innen entwickelt und gestaltet und dabei auf hervorragende Weise die Perspektive der ästhetischen Bildung von Kindern berücksichtigt.

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Prof. Dr. Kirsten Winderlich

grund_schule kunst bildung band zwei: material

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Was ist nötig, damit ästhetische und künstlerische Bildungsprozesse in Gang gesetzt und unterstützt werden? Wie können schöpferische Schaffensprozesse das Handeln und Denken von Kindern beeinflussen? Wie sieht es aus mit der »Qualität« ästhetischer und künstlerischer Bildung? – Einer Bildung, die im Zuge der Ökonomisierung von Unterricht und Erziehung und der Marginalisierung der künstlerischen Fächer und der Ästhetischen Bildung in der Schule aus dem Blick zu geraten droht. Ausgangspunkt der Themen der Schriftenreihe sind ästhetische Grundbegriffe. In vorliegendem Band nähern sich die ­Autor(inn)en dem erweiterten Materialbegriff aus unterschiedlichen Perspektiven und machen diesen für die ästhetische und künstlerische Bildungspraxis fruchtbar.

Die Beiträge: Annika Vogt: dingfest veränderlich. Überlegungen zum Bildungsgehalt von Dingen; Dorothée King: Lidschatten, Staub und Katzenfutter. Forschende Zugänge zu Alltagsmaterialien in Bezug zu Werken der »artistic research«; Hannah Sailer: Bilderwelten – das Material der Kinder. Eine studentische Sichtweise; Nick Ash: Creating with Clay. How material can initiate a process of esthetic self learning; Conrad Rodenberg: Den Klang in der Hand; Kirsten Winderlich: Der Lesesaal. Schrift als ästhetisches Material.

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Sichtbar machen, zur Sprache kommen

Kinder gestalten in einem Forschungstheater ihre eigenen Orte für das Lesen und Schreiben

Eine künstlerisch-wissenschaftliche Kooperation zwischen der grund_schule der künste und Judith Seng

 

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Fotos: Nick Ash

 

Eigene Orte, an denen sich Kinder vertiefen, ihren Gedanken und ganz eigenen Ideen nachgehen können, spielen im Kontext der Bildung von Kindern eine besondere Rolle.
Gerade beim Lesen- und Schreibenlernen kommt der eigenen vom Kind geschaffenen Umgebung eine große Bedeutung zu. Die grund_schule der künste widmet sich daher, und auch vor dem Hintergrund des in den Bildungsberichten immer wieder postulierten Förderbedarfs sprachlicher Kompetenzen Berliner Schülerinnen und Schüler, dem Thema „Eigene Orte für Kinder“. Beispielsweise kann der Tisch zu einem solchen Ort werden. Neben seiner funktionalen Bedeutung als Unterlage, Sitzhilfe oder
Ordnungssystem, kann er für die Kinder einen eigenen Ort bilden, der ihnen hilft, sich intensiv mit einem Gegenstand auseinanderzusetzen, mit Lust und Aufmerksamkeit zu lesen und zu schreiben. Doch wie können derartige Orte aussehen? Wie würden Kinder ihre eigenen Orte entwerfen? Und wie können diese Prozesse initiiert und zugleich sichtbar werden? Mit diesen Fragen setzt sich die grund_schule der künste mit der Designerin Judith Seng im Rahmen des experimentellen Entwurfssettings „ACTING THINGS“ auseinander, welches sie als Fellow der Graduiertenschule für die Künste und Wissenschaften der Universität der Künste Berlin entwickelte. Am 18. November findet ein Forschungstheater mit Judith Seng und 32 Kindern aus 4 Berliner Schulen statt. Die Schülerinnen und Schüler aus der Charlie-Rivel-Grundschule, der Lemgo-Grundschule, der Hellmuth-James-von-Moltke-Grundschule und der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule erhalten dort Raum und Zeit einen eigenen Ort zum Lesen und Schreiben zu entwerfen und zu gestalten. Studierende und Lehrende der grund_schule der künste werden das Forschungstheater u.a. mit Hilfe bildunterstützter qualitativer Forschungsmethoden begleiten und die Qualität eigensinniger Bildungsprozesse im Kontext von Ort, Raum und Sprache aufzeigen.

 

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Bilderbuchwerkstatt

Zeitgenössische Bilderbücher bieten Kindern vielfältige
Bildungsmöglichkeiten, wenngleich viele Erwachsene diesbezüglich eher
Vorbehalte haben: Sind diese Bilderbücher überhaupt noch etwas für Kinder?
Haben sie nicht zuwenig Text? Solche und ähnliche Fragen sind angesichts
zeitgenössischer Bildbücher immer wieder zu hören – bemerkenswerter Weise,
obwohl es kaum Rezeptionsforschung zum zeitgenössischen Bilderbuch gibt,
das heißt derartige Sorgen der Erwachsenen nicht wissenschaftlich belegt
sind.
Aus diesem Grund widmet sich die grund_schule der künste der
Rezeptionsforschung zeitgenössischer Bilderbücher und hat dafür eine
eigene Forschungswerkstatt (vgl. Orts- und raumbezogene Konzepte und
Modelle für die ästhetische Bildung von Kindern und deren Erforschung)
eingerichtet.

„Die Rezeption von Bilderbüchern ist mit Jens Thiele als „komplexes
elementares Ereignis“ zu verstehen. „Es kann der flüchtige Blick sein,
der etwas aufspürt, etwas ahnt, es kann die haptische Erfahrung des
Materials sein, es kann die Fremdheit des Objekts sein, es kann die
Assoziation an vorherige Erfahrungen sein“, der den nicht zu
formalisierenden Rezeptionsprozess prägt. In diesem Zusammenhang eine
Perspektive des Anderen annäherungsweise einzunehmen, stellt eine
besondere forschungsmethodologische Herausforderung dar. Ein Problem ist
hierbei, dass sich das Verständnis kindlicher Wahrnehmung häufig über
Setzungen der Erwachsenen definiert und auf diese Weise ein Zugang zur
Rezeption der Kinder erschwert wird. Entsprechend lautet meine
impulsgebende Frage: Wie können die spezifischen Zugänge von
Grundschulkindern zu Bilderbüchern erhoben werden? Welche Methoden und
Verfahren können im Rahmen einer spezifisch auf Kinder zielenden
Rezeptionsforschung eingesetzt werden? Welche Voraussetzungen und
Rahmenbedingungen sollten mit bedacht werden? Welche Instrumente und
methodische Vorgehensweisen sind dazu nötig?“

Aus: Kirsten Winderlich: Die Bilderbuchwerkstatt. Forschende Zugänge zur
Rezeption zeitgenössischer Bilderbücher im Grundschulalter zwischen Ort,
Bild und Sprache. In: Iris Kruse, Andrea Sabisch: Blickwechsel –
Denkspiele – Bildungspotenziale. München: kopaed 2013,167-181

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Im Atelier der Fachklasse von Prof. Johan Lorbeer

 

Das Atelier als Ort künstlerischer Schaffensprozesse kann als besonderer Bildungsort verstanden werden, der einlädt in die individuelle künstlerische Arbeit der Künstlerin oder des Künstlers einzusteigen. Darüber hinaus ist das Atelier, gerade für Kinder, als informeller Bildungsort zu begreifen. Es ist ein Ort, an dem unterschiedliche Materialien, Objekte und Werkzeuge lagern, ein Ort an dem Bilder im weitesten Sinne Platz einnehmen, Bilder, die sich noch im Prozess der Entstehung befinden oder aber bewahrt, geordnet und archiviert werden. Ateliers sind in ihrer räumlichen Ausgestaltung immer geprägt von der individuellen Künstlerpersönlichkeit. Sie erzählen von unterschiedlichen Arbeitsweisen und Haltungen aber auch von individuellen Erfahrungen. All diese Aspekte sind für Kinder bei einem Besuch noch nicht geordnet. Der Blick der Kinder ist noch nicht ausschließlich fokussiert auf das Werk, wie auch die Wahrnehmung der Kinder in den eigenen schöpferischen Prozessen nicht ausschließlich auf das Endprodukt gerichtet ist. Vielmehr sind die schöpferischen Prozesse von Kindern eingebunden in Handlungen, die sich zwischen scheinbaren Alltagshandlungen, Spiel und dem, was als künstlerische Tätigkeit verstanden werden kann, bewegen. Die Frage, wie die Kinder ihren Besuch in den Ateliers der Fachklasse von Prof. Johan Lorbeer erlebt haben, lockte bei ihnen, auch noch vier Wochen nach dem Besuch, eine Vielzahl an Erinnerungen hervor. So stellten die Kinder zum Beispiel eine Liste von fast 100 Möglichkeiten zusammen, die sie in den Ateliers machen konnten: Sie erzählten vom Fühlen, vom Kunstwerke anschauen, vom Bauen aus alten Materialien, vom Klettern, vom Ausprobieren, vom Forschen, vom Laufen, vom Zuschauen, vom Yogamachen, vom Farben machen, vom Orangenpressen, vom Bekleben des eigenen Mundes, vom Steigen auf eine hohe Leiter, vom Schatten mit Flaschen machen, vom Hochziehen einer Giraffe….

Die Beschreibungen der Kinder machen deutlich, dass wir es im Kontext ästhetischer und künstlerischer Bildung von Kindern immer mit einer Energie zu tun haben, die wenig mit unserer „Erwachsenen“-Vorstellung von Konzentration und kontinuierlich und linear verlaufenden Schaffensprozessen zu tun haben. Vielmehr vermittelten uns die Kinder während ihres Atelierbesuch ihre Aneignungs- und Bildungsprozesse als ein Flanieren, bei dem sich die Wegführung aus dem Moment des Unerwarteten und Überraschenden heraus entwickelt. Und in dieser Hinsicht kann der Besuch der Kinder im Atelier als doppeltes Bildungsereignis verstanden werden. Einerseits ermöglichte diese Aktion den Kindern eine Begegnung mit Kunst und Kunstschaffenden. Und andererseits stellte der Besuch der Kinder für die Studierenden eine besondere Gelegenheit dar, sich auf die Weltzugänge von Kindern einzulassen ohne die eigene Kunst „aus den Augen zu verlieren“.
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Projektidee: Prof. Dr. Kirsten Winderlich 
Projektdurchführung: Fachklasse Prof. Johan Lorbeer
Begleitung: Miriam Christof, Nick Ash
Kooperation: Anke Schäfer, Schülerinnen und Schüler der Klasse Fledermäuse der Hunsrück-Grundschule Berlin-Kreuzberg
Ort: Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße 33, Atelier der Fachklasse Prof. Johan Lorbeer
Fotos: Nick Ash