grundschulekunstbildung

grund_schule kunst bildung, band fünf: sprachen

Band5-0285

 

Der fünfte Band der von Kirsten Winderlich herausgegebenen Schriftenreihe »grund_schule kunst bildung« widmet sich dem Thema »Sprachen« und meint damit nicht nur die vielen Sprachen dieser Welt, sondern insbesondere die Sprachen, die entstehen, wenn wir uns mit aller Aufmerksamkeit einer Sache widmen und dabei Sprachen entwickeln, die greifbar machen, was über die gewohnte Sprache im Kontext des »Schulwissens« fast unmöglich erscheint.
grundschulekunstbildung

Schriftenreihe band drei: museum

GdK_Band3-5

 

Was ist ein Museum? Was kann ein Museum für Kinder sein? Und wie können sich Kinder Zugänge zu Museen verschaffen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der dritte Band der Schriftenreihe der grund_schule der künste. Wie in den vergangenen Bänden »Ort und Raum« sowie »Material« haben sich Lehrende gemeinsam mit Studierenden und Kindern Berliner und Brandenburger Grundschulen in ihren Seminaren mit grundlegenden Fragen Ästhetischer Bildung auseinandergesetzt. Ein Ziel war hierbei, Wege zu entdecken und zu erproben, das Museum als außerschulischen Lern- und Bildungsraum zu betreten, zu erfahren und wirksam zu machen. Dabei haben wir uns insbesondere auf das ›Erwachsenen-Museum‹ konzentriert, weil wir gerade in diesem besondere Bildungspotenziale sehen. In diesem Sinne intendiert unsere aktuelle Lehr- und Forschungstätigkeit im Rahmen der grund_schule der künste auch, die Kinder und ihre Bildungsprozesse im Museum für die Institution Museum zum Erscheinen zu bringen. Denn: In Zeiten, in denen verstärkt an den Bildungsauftrag der Museen appelliert wird, dürfte für diese aufschlussreich sein, wie sich insbesondere Kinder den Raum des Museums aneignen und auf unterschiedliche Weisen in Ausstellungen einzutauchen vermögen.

Die Beiträge: Annika Vogt: Schwelle. Performative Museumszugänge; Stella Konstaninou: Erzählen, Transkultur und Museum, Geschichten und Exkurse; Nick Ash: What is this? Reflections on a school visit to the Hamburger Bahnhof; Melanie Neumann: Zu Besuch bei Beuys; Gabriele Sagasser: Aussichten auf die Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum; Kirsten Winderlich: Die Pfaueninsel. Kartierungen – mit einem Foto-Essay von Cindy Korne; Hanna Sybille Müller: »dinge in bewegung bringen«. Sommersemester 2015; Conrad Rodenberg: »Es war schon mal ein schöner Stein«. Ein Audioguide-Experiment; Kirsten Winderlich: Der Museumsführer, den ich mir erträume …

Das Buch ist über den Athena Verlag erhältlich.

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

grund_schule kunst bildung band zwei: material

gdk_Foto_Bd2

Was ist nötig, damit ästhetische und künstlerische Bildungsprozesse in Gang gesetzt und unterstützt werden? Wie können schöpferische Schaffensprozesse das Handeln und Denken von Kindern beeinflussen? Wie sieht es aus mit der »Qualität« ästhetischer und künstlerischer Bildung? – Einer Bildung, die im Zuge der Ökonomisierung von Unterricht und Erziehung und der Marginalisierung der künstlerischen Fächer und der Ästhetischen Bildung in der Schule aus dem Blick zu geraten droht. Ausgangspunkt der Themen der Schriftenreihe sind ästhetische Grundbegriffe. In vorliegendem Band nähern sich die ­Autor(inn)en dem erweiterten Materialbegriff aus unterschiedlichen Perspektiven und machen diesen für die ästhetische und künstlerische Bildungspraxis fruchtbar.

Die Beiträge: Annika Vogt: dingfest veränderlich. Überlegungen zum Bildungsgehalt von Dingen; Dorothée King: Lidschatten, Staub und Katzenfutter. Forschende Zugänge zu Alltagsmaterialien in Bezug zu Werken der »artistic research«; Hannah Sailer: Bilderwelten – das Material der Kinder. Eine studentische Sichtweise; Nick Ash: Creating with Clay. How material can initiate a process of esthetic self learning; Conrad Rodenberg: Den Klang in der Hand; Kirsten Winderlich: Der Lesesaal. Schrift als ästhetisches Material.

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Bilderbuchwerkstatt

Zeitgenössische Bilderbücher bieten Kindern vielfältige
Bildungsmöglichkeiten, wenngleich viele Erwachsene diesbezüglich eher
Vorbehalte haben: Sind diese Bilderbücher überhaupt noch etwas für Kinder?
Haben sie nicht zuwenig Text? Solche und ähnliche Fragen sind angesichts
zeitgenössischer Bildbücher immer wieder zu hören – bemerkenswerter Weise,
obwohl es kaum Rezeptionsforschung zum zeitgenössischen Bilderbuch gibt,
das heißt derartige Sorgen der Erwachsenen nicht wissenschaftlich belegt
sind.
Aus diesem Grund widmet sich die grund_schule der künste der
Rezeptionsforschung zeitgenössischer Bilderbücher und hat dafür eine
eigene Forschungswerkstatt (vgl. Orts- und raumbezogene Konzepte und
Modelle für die ästhetische Bildung von Kindern und deren Erforschung)
eingerichtet.

„Die Rezeption von Bilderbüchern ist mit Jens Thiele als „komplexes
elementares Ereignis“ zu verstehen. „Es kann der flüchtige Blick sein,
der etwas aufspürt, etwas ahnt, es kann die haptische Erfahrung des
Materials sein, es kann die Fremdheit des Objekts sein, es kann die
Assoziation an vorherige Erfahrungen sein“, der den nicht zu
formalisierenden Rezeptionsprozess prägt. In diesem Zusammenhang eine
Perspektive des Anderen annäherungsweise einzunehmen, stellt eine
besondere forschungsmethodologische Herausforderung dar. Ein Problem ist
hierbei, dass sich das Verständnis kindlicher Wahrnehmung häufig über
Setzungen der Erwachsenen definiert und auf diese Weise ein Zugang zur
Rezeption der Kinder erschwert wird. Entsprechend lautet meine
impulsgebende Frage: Wie können die spezifischen Zugänge von
Grundschulkindern zu Bilderbüchern erhoben werden? Welche Methoden und
Verfahren können im Rahmen einer spezifisch auf Kinder zielenden
Rezeptionsforschung eingesetzt werden? Welche Voraussetzungen und
Rahmenbedingungen sollten mit bedacht werden? Welche Instrumente und
methodische Vorgehensweisen sind dazu nötig?“

Aus: Kirsten Winderlich: Die Bilderbuchwerkstatt. Forschende Zugänge zur
Rezeption zeitgenössischer Bilderbücher im Grundschulalter zwischen Ort,
Bild und Sprache. In: Iris Kruse, Andrea Sabisch: Blickwechsel –
Denkspiele – Bildungspotenziale. München: kopaed 2013,167-181

Prof. Dr. Kirsten Winderlich

Kinderzeichnung und –malerei

Wenn unerwartete Bilder entstehen: Ein Forschungsprojekt zur Entwicklung einer individuellen Bildsprache eines Mädchens vom beginnenden dritten Lebensjahr bis zur Adoleszenz.

Methoden: Phänomenologische und Typologische Methode
Dauer: 2012-2018

„Wir kennen es alle: Auf einmal werden wir mit Bildern konfrontiert, die wir so noch
nicht gesehen haben und die unser Wissen um das, was Kinder machen und können,
irritieren. Wir sammeln diese Bilder über einen längeren Zeitraum und versuchen zu
ergründen, was das Besondere dieser individuellen Entwicklung bildnerischen Gestaltens
ist.
Kinder zeichnen und malen gerade in der frühen Kindheit und zu Beginn der
Grundschulzeit ohne Aufforderung. Das Spurenhinterlassen, Zeichnen und Malen in
dieser Zeit lässt sich dabei als intrinsisch motivierte ästhetische Praxis beschreiben,
die ihnen nicht nur verhilft sich selbst zu erleben und zu spüren, sondern unverzichtbare
Zugänge zur Welt eröffnet (vgl. Schäfer 1995).
Wenn Kinder in diesem Sinne Gelegenheit, Material und Raum erhalten, Bilder zu
produzieren, ist wiederholt zu beobachten, wie sie den Prozess des Spurenhinterlassens,
des Zeichnens und Malens erkunden und dabei mit Strichen, Linien und Formen spielen. Über diesen experimentellen Prozess des Bildermachens hinaus zeigt sich zudem,
dass auch schon die jüngeren Kinder eine eigene Bildsprache entwickeln können
(vgl. Maurer/Riboni 2010).

Soll diese gefördert werden und darüber hinaus ein Übergang im Hinblick auf das Fach
Kunst in der Grundschule geschaffen werden, ist es unabdinglich die individuellen
bildnerischen Gestaltungsprozesse der Kinder in Kindergarten wie in Schule zu dokumentieren, zu beschreiben und zu analysieren. Erkenntnisse über die individuelle
Entwicklung bildnerischen Gestaltens können dabei nicht nur direkt in der Praxis helfen
bildnerische Kompetenzen individualisierend zu fördern, sondern stoßen über den
Einzelfall hinaus weiterführende Fragen zur Komplexität früher Kinderzeichnungen
und -malereien an.“

Aus: Kirsten Winderlich: Wenn unerwartete Bilder entstehen. Rekonstruktion von Aspekten eines bildnerischen Entwicklungsprozesses zwischen dem 3. und dem beginnenden 7. Lebensjahr. In: Frank Schulz, Ines Seumel (Hrsg.): Kindheit. Jugend. Bildsprache. München: kopaed 2013, 688-699